NABU begrüßt Verdopplung der Schutzfläche im ?Harapan Rainforest?

Bonn

NABU begrüßt Verdopplung der Schutzfläche im „Harapan Rainforest“

Tennhardt: „Leuchtturmprojekt“ für Klimaschutz in Indonesien nimmt Fahrt auf

Berlin – Aus einem Hoffnungsschimmer ist ein Leuchtturm geworden: Die indonesische Regierung hat jüngst das erste so genannte Gebiet für Ökosystemrestauration von 52.000 auf 98.000 Hektar nahezu verdoppelt.
Damit ist das auf der Insel Sumatra gelegene Regenwaldgebiet mit Namen „Harapan Rainforest“ („Regenwald der Hoffnung“) nun größer als das Land Berlin. Der NABU und der britische BirdLife-Partner Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) unterstützen die indonesische Regenwald-Stiftung Yayasan KEHI bei dem Schutz und der Wiederherstellung des artenreichen Waldes im Rahmen eines Projektes der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMU). Über die KfW Entwicklungsbank hatte das BMU Ende 2009 mehr als 7,5 Millionen Euro für den Schutz von „Harapan Rainforest“ bewilligt. Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Internationales: „Wir freuen uns, dass die Wiederherstellung von Ökosystemen jetzt ein integraler Bestandteil von Waldmanagement-Strategien in Indonesien ist.
Nun hoffen wir, dass auch andere Länder dieses Modell als praktikablen Weg des Arten- und Klimaschutzes schätzen lernen.“

Immer mehr Bewerbungen um Lizenzen zur Waldrestauration gehen zurzeit beim indonesischen Forstministerium ein – ein Zeichen dafür, dass die Pionierarbeit des BirdLife-Netzwerks, dem auch der NABU angehört, andere Organisationen zur Nachahmung inspiriert hat. Es ist ein bahnbrechender
Erfolg: Im vergangenen Jahr gingen im Ministerium ebenso viele Anträge für Lizenzen zur Ökosystemrestauration ein wie solche für die Abholzung des Waldes. Die Anträge zur Ökosystemrestauration, die das Ministerium nun prüft, belaufen sich zusammen auf rund zwei Millionen Hektar Waldfläche. Was als Initiative des BirdLife-Netzwerks begann, wird inzwischen nicht nur im BMU als „Leuchtturmprojekt“ gehandelt.
Denn läuft das Projekt erfolgreich, könnte es als Modell für weitere 24 Millionen Hektar Produktions-Tropenwald in Indonesien dienen, die zurzeit weder aktiv bewirtschaftet noch geschützt werden. Schon jetzt hat das Projekt wichtige Meilensteine erreicht: So wurden mehr als 170 „grüne Jobs“ im Bereich Waldschutz für die lokale Bevölkerung geschaffen. Nicht zuletzt dadurch konnten die Fälle von illegaler Abholzung und Brandstiftung in den Wäldern maßgeblich verringert werden.
Nun werden mehr als fünf Millionen Bäume in den am stärksten zerstörten Gebieten gepflanzt.

„Harapan Rainforest? ist einer der letzten Trockenniederungsregenwälder auf Sumatra und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Tiger, von dem schätzungsweise nur noch weniger als 300 Tiere in freier Wildbahn leben, ist im Harapan Rainforest zu Hause, ebenso wie Schabrackentapir, Rothund (Asiatischer Wildhund) und Höckerstorch, die seltenste Storchenart der Welt. Die Erweiterung des „Harapan Rainforest? ist nun auch ein wichtiger Fortschritt für die Ökologie der Region, erklärte Tennhardt: „Dank der Vergrößerung des Gebietes unter Schutzgebietsmanagement können wir nun die Population bedrohter Tierarten erhöhen. Wir werden künftig in der Lage sein noch mehr Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt zu schützen als bisher.“

„Harapan Rainforest“ ist ein gemeinsames Projekt der Naturschutzorganisationen Burung Indonesia, RSPB und BirdLife International.

Für Rückfragen:
Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Internationales, Tel. 030-284984-1721.

Im Internet zu finden unter www.NABU.deund www.harapanrainforest.org415278″ width=“1″ height=“1″>

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NABU begrüßt Verdopplung der Schutzfläche im „Harapan Rainforest“

Tennhardt: „Leuchtturmprojekt“ für Klimaschutz in Indonesien nimmt Fahrt auf

Berlin – Aus einem Hoffnungsschimmer ist ein Leuchtturm geworden: Die indonesische Regierung hat jüngst das erste so genannte Gebiet für Ökosystemrestauration von 52.000 auf 98.000 Hektar nahezu verdoppelt.
Damit ist das auf der Insel Sumatra gelegene Regenwaldgebiet mit Namen „Harapan Rainforest“ („Regenwald der Hoffnung“) nun größer als das Land Berlin. Der NABU und der britische BirdLife-Partner Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) unterstützen die indonesische Regenwald-Stiftung Yayasan KEHI bei dem Schutz und der Wiederherstellung des artenreichen Waldes im Rahmen eines Projektes der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMU). Über die KfW Entwicklungsbank hatte das BMU Ende 2009 mehr als 7,5 Millionen Euro für den Schutz von „Harapan Rainforest“ bewilligt. Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Internationales: „Wir freuen uns, dass die Wiederherstellung von Ökosystemen jetzt ein integraler Bestandteil von Waldmanagement-Strategien in Indonesien ist.
Nun hoffen wir, dass auch andere Länder dieses Modell als praktikablen Weg des Arten- und Klimaschutzes schätzen lernen.“

Immer mehr Bewerbungen um Lizenzen zur Waldrestauration gehen zurzeit beim indonesischen Forstministerium ein – ein Zeichen dafür, dass die Pionierarbeit des BirdLife-Netzwerks, dem auch der NABU angehört, andere Organisationen zur Nachahmung inspiriert hat. Es ist ein bahnbrechender
Erfolg: Im vergangenen Jahr gingen im Ministerium ebenso viele Anträge für Lizenzen zur Ökosystemrestauration ein wie solche für die Abholzung des Waldes. Die Anträge zur Ökosystemrestauration, die das Ministerium nun prüft, belaufen sich zusammen auf rund zwei Millionen Hektar Waldfläche. Was als Initiative des BirdLife-Netzwerks begann, wird inzwischen nicht nur im BMU als „Leuchtturmprojekt“ gehandelt.
Denn läuft das Projekt erfolgreich, könnte es als Modell für weitere 24 Millionen Hektar Produktions-Tropenwald in Indonesien dienen, die zurzeit weder aktiv bewirtschaftet noch geschützt werden. Schon jetzt hat das Projekt wichtige Meilensteine erreicht: So wurden mehr als 170 „grüne Jobs“ im Bereich Waldschutz für die lokale Bevölkerung geschaffen. Nicht zuletzt dadurch konnten die Fälle von illegaler Abholzung und Brandstiftung in den Wäldern maßgeblich verringert werden.
Nun werden mehr als fünf Millionen Bäume in den am stärksten zerstörten Gebieten gepflanzt.

„Harapan Rainforest? ist einer der letzten Trockenniederungsregenwälder auf Sumatra und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Tiger, von dem schätzungsweise nur noch weniger als 300 Tiere in freier Wildbahn leben, ist im Harapan Rainforest zu Hause, ebenso wie Schabrackentapir, Rothund (Asiatischer Wildhund) und Höckerstorch, die seltenste Storchenart der Welt. Die Erweiterung des „Harapan Rainforest? ist nun auch ein wichtiger Fortschritt für die Ökologie der Region, erklärte Tennhardt: „Dank der Vergrößerung des Gebietes unter Schutzgebietsmanagement können wir nun die Population bedrohter Tierarten erhöhen. Wir werden künftig in der Lage sein noch mehr Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt zu schützen als bisher.“

„Harapan Rainforest“ ist ein gemeinsames Projekt der Naturschutzorganisationen Burung Indonesia, RSPB und BirdLife International.

Für Rückfragen:
Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Internationales, Tel. 030-284984-1721.

Im Internet zu finden unter www.NABU.deund www.harapanrainforest.org415278″ width=“1″ height=“1″>

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