Bundesnetzagentur (BNetzA) zerpflueckt Preiserhoehungen im Stromsektor

Berlin

Bundesnetzagentur (BNetzA) zerpflueckt Preiserhoehungen im Stromsektor

Zum mangelnden Wettbewerb am Elektrizitaetsmarkt fuer Haushaltskunden erklaert der energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Hempelmann:

Rund 25 Prozent aller Stromversorger in Deutschland haben zu Beginn des Jahres ihre Strompreise angepasst. Viele Privathaushalte muessen kuenftig tiefer in die Tasche greifen und im Schnitt 6,2 Prozent mehr fuer Strom bezahlen. Auffaellig ist, dass gleichzeitig zahlreiche Grundversorger zum ersten Mal seit Jahren ihre Preise senkten – um durchschnittlich 2,9 Prozent. Eine solche Spreizung ist das Signal fuer die Verbraucher, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen und Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen.

Die von den Stromanbietern gelieferten Begruendungen fuer die Preisanhebungen sind jetzt von der Bundesnetzagentur regelrecht zerpflueckt worden. Dass die Stromkonzerne in der Hauptsache dem Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie wachsendem Beschaffungskosten am internationalen Energiemarkt die Schuld in die Schuhe schoben, sei sachlich falsch, bestaetigte Deutschlands oberste Regulierungsbehoerde.

Tatsaechlich koennen bestenfalls etwa 0,20 Cent des Preisanstiegs auf die staatliche Foerderung von Erneuerbaren Energien zurueckgefuehrt werden. Eine drastische Erhoehung rechtfertigt sich damit nicht. Die BNetzA beobachtete ausserdem, dass die Beschaffungskosten seit 2007 im Saldo gefallen sind.

Wer fuer sich also hoehere Beschaffungskosten reklamiert, muss sich auch fragen, was er falsch gemacht hat. „In Maerkten mit ausgepraegterem Wettbewerb wuerde derartiges Agieren mit Umsatz- und Gewinneinbussen einhergehen“, so die BNetzA. Hier ist der Stromkunde gefordert, sich nicht alles gefallen zu lassen und sich nach alternativen Anbietern umzuschauen.

Leider laesst sich ein Grossteil aller Haushaltskunden weiterhin im vergleichsweise teuersten und preislich am staerksten steigenden Grundversorgertarif beliefern. Nur etwa fuenf Prozent haben bisher von ihrem Recht Gebrauch gemacht, den Lieferanten zu wechseln.

Deutsche Verbraucher sollten ihre Marktmacht endlich nutzen. Wie auch im Supermarkt muessen sie genau auf die Preise gucken und sich fuer das Produkt ihrer Wahl entscheiden. Eine Reihe von Internetportalen und die Verbraucherzentralen vor Ort leisten dabei Hilfe.

© 2010 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de401031″ width=“1″ height=“1″>

Berlin

Bundesnetzagentur (BNetzA) zerpflueckt Preiserhoehungen im Stromsektor

Zum mangelnden Wettbewerb am Elektrizitaetsmarkt fuer Haushaltskunden erklaert der energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Hempelmann:

Rund 25 Prozent aller Stromversorger in Deutschland haben zu Beginn des Jahres ihre Strompreise angepasst. Viele Privathaushalte muessen kuenftig tiefer in die Tasche greifen und im Schnitt 6,2 Prozent mehr fuer Strom bezahlen. Auffaellig ist, dass gleichzeitig zahlreiche Grundversorger zum ersten Mal seit Jahren ihre Preise senkten – um durchschnittlich 2,9 Prozent. Eine solche Spreizung ist das Signal fuer die Verbraucher, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen und Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen.

Die von den Stromanbietern gelieferten Begruendungen fuer die Preisanhebungen sind jetzt von der Bundesnetzagentur regelrecht zerpflueckt worden. Dass die Stromkonzerne in der Hauptsache dem Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie wachsendem Beschaffungskosten am internationalen Energiemarkt die Schuld in die Schuhe schoben, sei sachlich falsch, bestaetigte Deutschlands oberste Regulierungsbehoerde.

Tatsaechlich koennen bestenfalls etwa 0,20 Cent des Preisanstiegs auf die staatliche Foerderung von Erneuerbaren Energien zurueckgefuehrt werden. Eine drastische Erhoehung rechtfertigt sich damit nicht. Die BNetzA beobachtete ausserdem, dass die Beschaffungskosten seit 2007 im Saldo gefallen sind.

Wer fuer sich also hoehere Beschaffungskosten reklamiert, muss sich auch fragen, was er falsch gemacht hat. „In Maerkten mit ausgepraegterem Wettbewerb wuerde derartiges Agieren mit Umsatz- und Gewinneinbussen einhergehen“, so die BNetzA. Hier ist der Stromkunde gefordert, sich nicht alles gefallen zu lassen und sich nach alternativen Anbietern umzuschauen.

Leider laesst sich ein Grossteil aller Haushaltskunden weiterhin im vergleichsweise teuersten und preislich am staerksten steigenden Grundversorgertarif beliefern. Nur etwa fuenf Prozent haben bisher von ihrem Recht Gebrauch gemacht, den Lieferanten zu wechseln.

Deutsche Verbraucher sollten ihre Marktmacht endlich nutzen. Wie auch im Supermarkt muessen sie genau auf die Preise gucken und sich fuer das Produkt ihrer Wahl entscheiden. Eine Reihe von Internetportalen und die Verbraucherzentralen vor Ort leisten dabei Hilfe.

© 2010 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de401031″ width=“1″ height=“1″>

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