Enspurt in Kopenhagen: Merkel muss Zahlen auf den Tisch legen

Berlin

Enspurt in Kopenhagen: Merkel muss Zahlen auf den Tisch legen

Zum Auftakt des „High-Level-Segments“, der heissen Phase der Klimakonferenz in Kopenhagen, erklaeren der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Miersch und der zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Frank
Schwabe:

Morgen reist Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Klimakonferenz in Kopenhagen. Sie muss durch substanzielle Zusagen zu einer neuen Dynamik in den Verhandlungen beitragen. Warme Worte alleine reichen nicht aus. Ihre Zusage muss konkrete finanzielle Zusagen an die Entwicklungslaender sowie ein unkonditioniertes Minderungsziel der EU umfassen. Die EU muss ihren Ausstoss an Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent mindern. Und das unabhaengig davon, was andere Laender machen. Nur durch dieses Voranschreiten der EU laesst sich in Kopenhagen eine neue Dynamik verbreiten. Die EU muss die Entwicklungslaender mit mindestens 30 Milliarden Euro pro Jahr ab dem Jahr 2020 unterstuetzen. In der heissen Phase der Konferenz muss Merkel diese Zahlen auf den Tisch legen.

Bisher hat die EU angeboten, ihren Kohlendioxidausstoss bis 2020 um 20 Prozent zu senken und auf 30 Prozent zu gehen, wenn andere Industrielaender vergleichbare Anstrengungen anbieten. Die Entwicklungslaender verlangen ab 2020 jaehrliche Zahlungen ueber 100 Milliarden Dollar (70 Milliarden Euro) aus den Industriestaaten, um die Folgen des Klimawandels fuer die abzumildern und sich selbst auf klimafreundliche Technologie umzustellen. Hinter den Kulissen fuehrt der britische Premierminister Gordon Brown Sondierungsgespraeche mit afrikanischen Staaten. Diese haben massive Bedenken und Misstrauen der Transparenz der daenischen Konferenzleitung.

© 2009 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de

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Enspurt in Kopenhagen: Merkel muss Zahlen auf den Tisch legen

Zum Auftakt des „High-Level-Segments“, der heissen Phase der Klimakonferenz in Kopenhagen, erklaeren der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Miersch und der zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Frank
Schwabe:

Morgen reist Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Klimakonferenz in Kopenhagen. Sie muss durch substanzielle Zusagen zu einer neuen Dynamik in den Verhandlungen beitragen. Warme Worte alleine reichen nicht aus. Ihre Zusage muss konkrete finanzielle Zusagen an die Entwicklungslaender sowie ein unkonditioniertes Minderungsziel der EU umfassen. Die EU muss ihren Ausstoss an Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent mindern. Und das unabhaengig davon, was andere Laender machen. Nur durch dieses Voranschreiten der EU laesst sich in Kopenhagen eine neue Dynamik verbreiten. Die EU muss die Entwicklungslaender mit mindestens 30 Milliarden Euro pro Jahr ab dem Jahr 2020 unterstuetzen. In der heissen Phase der Konferenz muss Merkel diese Zahlen auf den Tisch legen.

Bisher hat die EU angeboten, ihren Kohlendioxidausstoss bis 2020 um 20 Prozent zu senken und auf 30 Prozent zu gehen, wenn andere Industrielaender vergleichbare Anstrengungen anbieten. Die Entwicklungslaender verlangen ab 2020 jaehrliche Zahlungen ueber 100 Milliarden Dollar (70 Milliarden Euro) aus den Industriestaaten, um die Folgen des Klimawandels fuer die abzumildern und sich selbst auf klimafreundliche Technologie umzustellen. Hinter den Kulissen fuehrt der britische Premierminister Gordon Brown Sondierungsgespraeche mit afrikanischen Staaten. Diese haben massive Bedenken und Misstrauen der Transparenz der daenischen Konferenzleitung.

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