NABU begrüßt Votum der Umweltpolitiker im Europäischen Parlament für Pkw-Grenzwerte

Bonn

NABU begrüßt Votum der Umweltpolitiker im Europäischen Parlament für Pkw-Grenzwerte

Miller: Schutz von Gesundheit und Umwelt wichtiger als Industrieinteressen

Berlin/Brüssel – Der NABU hat das EU-Parlament aufgefordert, im Oktober dem heutigen Votum des Umweltausschusses zu folgen und die Klimaziele der EU-Kommission im Verkehrsbereich endlich in die Tat umzusetzen. Der EU-Umweltausschuss hatte heute den Plänen von Bundeskanzlerin Merkel und EU-Ratspräsident Sarkozy eine klare Absage erteilt, die Kommissionsziele aufzuweichen. Nach einem Vorschlag des Industrieausschusses, sollten Kohlendioxid-Grenzwerte für Pkw nur schrittweise eingeführt werden sowie ein Nachlass für „Ökoinnovationen“ wie Solardächer und andere technische Spielereien gewährt werden. Der EU-Umweltausschuss hat mit seiner Entscheidung der Kommission den Rücken gestärkt, einen Kohlendioxid-Grenzwert von 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ab 2012 bei Pkw konsequent einzuführen.

„Das Parlament muss jetzt dem guten Beispiel der EU-Umweltpolitiker folgen und darf nicht wie der Industrieausschuss vor der Automobillobby einknicken. Der NABU fordert die EU-Politiker auf, den ursprünglichen Kommissionsvorschlag anzunehmen. Der Grenzwert für Pkw muss 2012 kommen. Angesichts von Klimawandel und zunehmender Luftverschmutzung muss mit der Verzögerungstaktik Schluss sein. Die Autobauer sollten sich freuen. Diese Entscheidung wird den Absatz umweltfreundlicher Fahrzeuge ankurbeln“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Mit Blick auf die heutige Eröffnung der IAA Nutzfahrzeuge und die im Oktober anstehende EU-Umweltministerratssitzung spricht sich der NABU auch für die frühe Einführung der EURO VI-Abgasnorm für Lkw ab Januar 2012 aus. „Die deutschen und europäischen Städte und Kommunen werden ihre Verpflichtungen nach der Luftqualitätsrichtlinie in Bezug auf Feinstaub und Stickoxide nicht einhalten können, wenn die EURO VI-Norm erst 2014 Gesetz wird“, so Miller. Auf der Nutzfahrzeugmesse in Hannover werde deutlich, dass diese Technologien mittlerweile zur Verfügung stehen.

„Hier sind jetzt die Umweltminister gefragt, die Menschen vor Atemwegserkrankungen und die Natur vor weiterem Verlust von Ökosystemen zu schützen. Partikelfilter müssen auch für schwere Nutzfahrzeuge ab 2012 gesetzlich Pflicht werden“, forderte Miller.

Für Rückfragen:
Dr. Benjamin Bongardt, NABU-Verkehrsexperte
Tel. 030-284984-1610, mobil 0172-9235479.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

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NABU begrüßt Votum der Umweltpolitiker im Europäischen Parlament für Pkw-Grenzwerte

Miller: Schutz von Gesundheit und Umwelt wichtiger als Industrieinteressen

Berlin/Brüssel – Der NABU hat das EU-Parlament aufgefordert, im Oktober dem heutigen Votum des Umweltausschusses zu folgen und die Klimaziele der EU-Kommission im Verkehrsbereich endlich in die Tat umzusetzen. Der EU-Umweltausschuss hatte heute den Plänen von Bundeskanzlerin Merkel und EU-Ratspräsident Sarkozy eine klare Absage erteilt, die Kommissionsziele aufzuweichen. Nach einem Vorschlag des Industrieausschusses, sollten Kohlendioxid-Grenzwerte für Pkw nur schrittweise eingeführt werden sowie ein Nachlass für „Ökoinnovationen“ wie Solardächer und andere technische Spielereien gewährt werden. Der EU-Umweltausschuss hat mit seiner Entscheidung der Kommission den Rücken gestärkt, einen Kohlendioxid-Grenzwert von 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ab 2012 bei Pkw konsequent einzuführen.

„Das Parlament muss jetzt dem guten Beispiel der EU-Umweltpolitiker folgen und darf nicht wie der Industrieausschuss vor der Automobillobby einknicken. Der NABU fordert die EU-Politiker auf, den ursprünglichen Kommissionsvorschlag anzunehmen. Der Grenzwert für Pkw muss 2012 kommen. Angesichts von Klimawandel und zunehmender Luftverschmutzung muss mit der Verzögerungstaktik Schluss sein. Die Autobauer sollten sich freuen. Diese Entscheidung wird den Absatz umweltfreundlicher Fahrzeuge ankurbeln“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Mit Blick auf die heutige Eröffnung der IAA Nutzfahrzeuge und die im Oktober anstehende EU-Umweltministerratssitzung spricht sich der NABU auch für die frühe Einführung der EURO VI-Abgasnorm für Lkw ab Januar 2012 aus. „Die deutschen und europäischen Städte und Kommunen werden ihre Verpflichtungen nach der Luftqualitätsrichtlinie in Bezug auf Feinstaub und Stickoxide nicht einhalten können, wenn die EURO VI-Norm erst 2014 Gesetz wird“, so Miller. Auf der Nutzfahrzeugmesse in Hannover werde deutlich, dass diese Technologien mittlerweile zur Verfügung stehen.

„Hier sind jetzt die Umweltminister gefragt, die Menschen vor Atemwegserkrankungen und die Natur vor weiterem Verlust von Ökosystemen zu schützen. Partikelfilter müssen auch für schwere Nutzfahrzeuge ab 2012 gesetzlich Pflicht werden“, forderte Miller.

Für Rückfragen:
Dr. Benjamin Bongardt, NABU-Verkehrsexperte
Tel. 030-284984-1610, mobil 0172-9235479.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

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