Umweltministerin Margit Conrad: ‚Die dezentrale Energieversorgung braucht intelligente Netze‘

Mainz

Smart Grids – Workshop

Umweltministerin Margit Conrad: „Die dezentrale Energieversorgung braucht intelligente Netze“

„Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung braucht Investitionen in die heimischen erneuerbaren Energien und in eine intelligente Infrastruktur. Intelligente Netze und intelligente Stromzähler werden für Netzstabilität und Transparenz für die Verbraucher sorgen “ stellte Umweltministerin Margit Conrad anlässlich der Veranstaltung „Smart Grids – Eine Herausforderung für die Energieversorger und Netzbetreiber“ fest. Der vom Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. angebotene Workshop behandelte die zukünftige Vernetzung der Energieversorgung und cleveres Energiemanagement.

Conrad: „Neben Einsparung und Effizienz sind es die heimischen erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Geothermie, Wasserkraft und Bioenergie, die zunehmend unsere Energieversorgung absichern müssen“. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien auf mindestens 30 Prozent und die Erhöhung der verbrauchsnahen Kraft-Wärme-Kopplung auf mindestens 25 Prozent des Bruttostromverbrauchs bis 2020 finde eine Dezentralisierung der Energieerzeugung statt. Deshalb müsse die Struktur der Netze und die Netzsteuerung an die vielen dezentralen und zum Teil unregelmäßigen Einspeisungen vor allem von erneuerbaren Energiequellen angepasst werden.

„Nur über ein intelligentes Stromnetz kann eine optimierte Erzeugung mit der Nachfrage verbunden werden“, so Conrad. Die Zukunft brauche eine ganzheitliche, intelligente Organisation der modernen Stromnetze zur Steuerung, Lastverteilung, Speicherung und Erzeugung von elektrischer Energie.

„Intelligente Netze optimieren Strommanagement und vermeiden teure Regelenergie Sie versetzen die Stromerzeuger und die Netzbetreiber in die Lage, Strom aus den brennstoffbasierten Energien nur dann bereitzustellen, wenn diese auch tatsächlich benötigt werden. So können ineffiziente Erzeugungsspitzen vermieden und der Anteil der brennstofffreien erneuerbaren Energien maximiert werden“. Der Bund Deutscher Industrie schätzt, dass durch die Einführung intelligenter Netze weltweit circa 2.03 Milliarden Tonnen CO2 jährlich eingespart werden könnten.

Vorrangig für die Entwicklung von Smart Grids sei die Umstellung auf intelligente Zäh-ler und die Entwicklung variabler Tarife. „Intelligente Zähler zeigen den Verbraucherinnen und Verbrauchern, wo sie Energie sparen können“, so Conrad. Die e-Energy Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sieht im Haushaltsbereich Einsparpotenziale von etwa 9,5 TWh pro Jahr, wenn die Verbraucher ihren tatsächlichen Energieverbrauch zeitnah einsehen könnten. Das entspricht der Jahresenergieproduktion von 1,25 Kraftwerken mit einer Leistung von 1000 MW.

Abschließend betonte die Umweltministerin: „Der Wirtschaftskrise geschuldete Energiepreissenkungen dürfen uns nicht dazu verleiten, beim begonnenen Umbau des fossilen Energiesystems hin zu einem nachhaltigen System innezuhalten. Jetzt in die Energieumstellung zu investieren, bedeutet heute Arbeitsplätze zu sichern und in Zukunft mit einer gestärkten Wettbewerbsposition auf dem Weltmarkt vertreten zu sein“.

Verantwortlich für den Inhalt:
Stefanie Mittenzwei
Kaiser-Friedrich-Str. 1
55116 Mainz
Telefon: 06131-164645
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e-mail: presse@mufv.rlp.de

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Umweltministerin Margit Conrad: „Die dezentrale Energieversorgung braucht intelligente Netze“

„Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung braucht Investitionen in die heimischen erneuerbaren Energien und in eine intelligente Infrastruktur. Intelligente Netze und intelligente Stromzähler werden für Netzstabilität und Transparenz für die Verbraucher sorgen “ stellte Umweltministerin Margit Conrad anlässlich der Veranstaltung „Smart Grids – Eine Herausforderung für die Energieversorger und Netzbetreiber“ fest. Der vom Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. angebotene Workshop behandelte die zukünftige Vernetzung der Energieversorgung und cleveres Energiemanagement.

Conrad: „Neben Einsparung und Effizienz sind es die heimischen erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Geothermie, Wasserkraft und Bioenergie, die zunehmend unsere Energieversorgung absichern müssen“. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien auf mindestens 30 Prozent und die Erhöhung der verbrauchsnahen Kraft-Wärme-Kopplung auf mindestens 25 Prozent des Bruttostromverbrauchs bis 2020 finde eine Dezentralisierung der Energieerzeugung statt. Deshalb müsse die Struktur der Netze und die Netzsteuerung an die vielen dezentralen und zum Teil unregelmäßigen Einspeisungen vor allem von erneuerbaren Energiequellen angepasst werden.

„Nur über ein intelligentes Stromnetz kann eine optimierte Erzeugung mit der Nachfrage verbunden werden“, so Conrad. Die Zukunft brauche eine ganzheitliche, intelligente Organisation der modernen Stromnetze zur Steuerung, Lastverteilung, Speicherung und Erzeugung von elektrischer Energie.

„Intelligente Netze optimieren Strommanagement und vermeiden teure Regelenergie Sie versetzen die Stromerzeuger und die Netzbetreiber in die Lage, Strom aus den brennstoffbasierten Energien nur dann bereitzustellen, wenn diese auch tatsächlich benötigt werden. So können ineffiziente Erzeugungsspitzen vermieden und der Anteil der brennstofffreien erneuerbaren Energien maximiert werden“. Der Bund Deutscher Industrie schätzt, dass durch die Einführung intelligenter Netze weltweit circa 2.03 Milliarden Tonnen CO2 jährlich eingespart werden könnten.

Vorrangig für die Entwicklung von Smart Grids sei die Umstellung auf intelligente Zäh-ler und die Entwicklung variabler Tarife. „Intelligente Zähler zeigen den Verbraucherinnen und Verbrauchern, wo sie Energie sparen können“, so Conrad. Die e-Energy Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sieht im Haushaltsbereich Einsparpotenziale von etwa 9,5 TWh pro Jahr, wenn die Verbraucher ihren tatsächlichen Energieverbrauch zeitnah einsehen könnten. Das entspricht der Jahresenergieproduktion von 1,25 Kraftwerken mit einer Leistung von 1000 MW.

Abschließend betonte die Umweltministerin: „Der Wirtschaftskrise geschuldete Energiepreissenkungen dürfen uns nicht dazu verleiten, beim begonnenen Umbau des fossilen Energiesystems hin zu einem nachhaltigen System innezuhalten. Jetzt in die Energieumstellung zu investieren, bedeutet heute Arbeitsplätze zu sichern und in Zukunft mit einer gestärkten Wettbewerbsposition auf dem Weltmarkt vertreten zu sein“.

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