Wilde Beeren

Bonn

Wilde Beeren

Aromenreiche Raritäten mit Potenzial

(aid) – Wildfrüchte wie Holunder oder Sanddorn erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nicht nur Direktvermarkter, sondern auch Destillat-Brenner, Secco-Hersteller und die gehobene Gastronomie erinnern sich an die aromenreichen Raritäten, die als fast vergessen galten. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Osteuropa werden verschiedene Wildobstarten seit einigen Jahren im Rahmen von Sorten-Versuchen auf ihre Eigenschaften untersucht und die Anbaueignung in größerem Stil erprobt. Selbst wenn viele der Beeren-Früchte derzeit nur aufwändig zu pflücken und die Erträge vergleichsweise gering sind, hätte das Wildobst in den nächsten Jahren durch die Entwicklung besserer Anbau- und Ernte-Methoden Potenzial, weiter aus der Nische zu kommen, so das Fazit der 14. Bundes-Wildfruchttagung Anfang März 2009 in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Neben Holunder und Sanddorn halten auch Aronia (Apfelbeere), Hagebutten, Mispeln, Schlehen, Felsenbirnen und Vogelbeeren (Eberesche) immer öfter Einzug in ausgewählte Wildfrucht-Sortimente der Direktvermarkter und des Fachhandels. Die „neuen alten Früchte“ finden für Säfte, Sirupe, Gelees und Chutneys, Tee, Bonbons, Öle, Edel-Brände, Liköre, Frucht-Seccos, als Teller- und Cocktail-Deko sowie als natürliche Färbe-Essenzen Verwendung. Da die vielfach dunkel- bis schwarzroten Beeren außer ihrem hervorragenden Geschmack auch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidanzien aufweisen, hat sogar die Getränke-Industrie die wilden Früchtchen mittlerweile für sich entdeckt und zählt sie – wie einige exotische Obstsorten – zu den „Superfrüchten“. Wildfrucht-Erzeugnisse seien aus Marketing-Sicht für jüngere Verbraucher „zwar immer noch etwas erklärungsbedürftig“, aber für Direktvermarkter oft eine lohnende Nische, betonte Jürgen Zimmer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz. Denn ausgesuchte Delikatessen aus der Region sind durchaus gefragt und helfen dabei, die biologische Vielfalt zu bewahren. Darüber hinaus bereichern die wilden Beeren den Speiseplan: Ihr Aromenspektrum reicht von frischer Zitrone über vollmundigen Bratapfel bis hin zu Bittermandel-Noten und harmoniert in den vielfältigsten Kombinationen auch mit anderen Obst-Arten.

aid, Ira Schneider

Weitere Informationen:
Das aid-PresseInfo wird demnächst im Rahmen einer Serie ausgewählte Wildobstarten, deren Verwendung sowie geeignete Sorten für den Anbau im Kleingarten näher vorstellen.

aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de, E-Mail: aid@aid.de

Bonn

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Aromenreiche Raritäten mit Potenzial

(aid) – Wildfrüchte wie Holunder oder Sanddorn erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nicht nur Direktvermarkter, sondern auch Destillat-Brenner, Secco-Hersteller und die gehobene Gastronomie erinnern sich an die aromenreichen Raritäten, die als fast vergessen galten. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Osteuropa werden verschiedene Wildobstarten seit einigen Jahren im Rahmen von Sorten-Versuchen auf ihre Eigenschaften untersucht und die Anbaueignung in größerem Stil erprobt. Selbst wenn viele der Beeren-Früchte derzeit nur aufwändig zu pflücken und die Erträge vergleichsweise gering sind, hätte das Wildobst in den nächsten Jahren durch die Entwicklung besserer Anbau- und Ernte-Methoden Potenzial, weiter aus der Nische zu kommen, so das Fazit der 14. Bundes-Wildfruchttagung Anfang März 2009 in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Neben Holunder und Sanddorn halten auch Aronia (Apfelbeere), Hagebutten, Mispeln, Schlehen, Felsenbirnen und Vogelbeeren (Eberesche) immer öfter Einzug in ausgewählte Wildfrucht-Sortimente der Direktvermarkter und des Fachhandels. Die „neuen alten Früchte“ finden für Säfte, Sirupe, Gelees und Chutneys, Tee, Bonbons, Öle, Edel-Brände, Liköre, Frucht-Seccos, als Teller- und Cocktail-Deko sowie als natürliche Färbe-Essenzen Verwendung. Da die vielfach dunkel- bis schwarzroten Beeren außer ihrem hervorragenden Geschmack auch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidanzien aufweisen, hat sogar die Getränke-Industrie die wilden Früchtchen mittlerweile für sich entdeckt und zählt sie – wie einige exotische Obstsorten – zu den „Superfrüchten“. Wildfrucht-Erzeugnisse seien aus Marketing-Sicht für jüngere Verbraucher „zwar immer noch etwas erklärungsbedürftig“, aber für Direktvermarkter oft eine lohnende Nische, betonte Jürgen Zimmer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz. Denn ausgesuchte Delikatessen aus der Region sind durchaus gefragt und helfen dabei, die biologische Vielfalt zu bewahren. Darüber hinaus bereichern die wilden Beeren den Speiseplan: Ihr Aromenspektrum reicht von frischer Zitrone über vollmundigen Bratapfel bis hin zu Bittermandel-Noten und harmoniert in den vielfältigsten Kombinationen auch mit anderen Obst-Arten.

aid, Ira Schneider

Weitere Informationen:
Das aid-PresseInfo wird demnächst im Rahmen einer Serie ausgewählte Wildobstarten, deren Verwendung sowie geeignete Sorten für den Anbau im Kleingarten näher vorstellen.

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53123 Bonn
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