Zum EU-Milchgipfel: Milchkonsum problematisch für Umwelt und Tiere

Aachen

Zum EU-Milchgipfel: Milchkonsum problematisch für Umwelt und Tiere

Anlässlich der heutigen Debatte der EU-Agrarminister zur Milchpolitik in Brüssel rückt der Bundesverband Menschen für Tierrechte die Folgen des hohen Konsums von Milch- und Milchprodukten, insbesondere für die Kühe, in den Focus. Politiker wie Verbraucher seien aufgefordert, auf Nahrungsalternativen umzusteigen.

„Milch ist für eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht nötig“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. „Die Erzeugung von Milch und anderen Produkten vom Tier ist jedoch mit hohem Energie- und Wasserverbrauch verbunden und verschärft den Klimawandel. Außerdem werden die meisten Tiere in der Landwirtschaft absolut tierquälerisch gehalten.“ So sei beispielsweise die lebenslange Anbindehaltung von Milchkühen, die den Tieren lediglich das Aufstehen und Hinlegen gestattet, nicht verboten.

Deutschland gilt neben Frankreich als größtes Milcherzeugerland der EU. Bundesweit werden etwa 4,2 Millionen Milchkühe gehalten. Rechtsverbindliche Haltungsvorschriften existieren bislang nicht. Kühe müssen, um Milch zu geben, jährlich Kälber gebären, die ihnen gleich nach der Geburt weggenommen werden. Diese Kälber dürfen bis zur achten Lebenswoche in enge Einzelboxen gesperrt werden, danach kommen weibliche Kälber meist in die Milchproduktion und Bullenkälber in Mastbetriebe. Durch die Zucht auf höhere Leistung liefert eine Kuh heutzutage annähernd 8 000 Liter pro Jahr. 1950 lag dieser Wert noch bei etwa
2 000 Litern jährlich. Die hohe Leistung hat jedoch Folgen für die Gesundheit der Tiere, u. a. kommt es vermehrt zu Fruchtbarkeitsstörungen, Erkrankungen des Euters und der Gebärmutter, Lahmheiten und Labmagenverlagerung. Bereits im jugendlichen Alter von vier bis fünf Jahren sind die Tiere völlig ausgezehrt, können die hohe Leistung nicht mehr erbringen und landen auf dem Schlachthof.

„Es ist überfällig, dass Politik wie Verbraucher neue Wege gehen. Nahrungsalternativen gibt es heute genug“, fordert Simons. So prangert der Verband nicht nur an, sondern hat selbst ein Internetportal ins Leben gerufen, wo Rezepte ohne Produkte vom Tier zum Ausprobieren einladen sollen.

Informations- und Rezeptportal: www.culinaria-vegan.de

Kontakt:
Pressestelle ? Stephanie Elsner, Tel.: 05237 ? 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de

Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte ?
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.381264″ width=“1″ height=“1″>

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Zum EU-Milchgipfel: Milchkonsum problematisch für Umwelt und Tiere

Anlässlich der heutigen Debatte der EU-Agrarminister zur Milchpolitik in Brüssel rückt der Bundesverband Menschen für Tierrechte die Folgen des hohen Konsums von Milch- und Milchprodukten, insbesondere für die Kühe, in den Focus. Politiker wie Verbraucher seien aufgefordert, auf Nahrungsalternativen umzusteigen.

„Milch ist für eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht nötig“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. „Die Erzeugung von Milch und anderen Produkten vom Tier ist jedoch mit hohem Energie- und Wasserverbrauch verbunden und verschärft den Klimawandel. Außerdem werden die meisten Tiere in der Landwirtschaft absolut tierquälerisch gehalten.“ So sei beispielsweise die lebenslange Anbindehaltung von Milchkühen, die den Tieren lediglich das Aufstehen und Hinlegen gestattet, nicht verboten.

Deutschland gilt neben Frankreich als größtes Milcherzeugerland der EU. Bundesweit werden etwa 4,2 Millionen Milchkühe gehalten. Rechtsverbindliche Haltungsvorschriften existieren bislang nicht. Kühe müssen, um Milch zu geben, jährlich Kälber gebären, die ihnen gleich nach der Geburt weggenommen werden. Diese Kälber dürfen bis zur achten Lebenswoche in enge Einzelboxen gesperrt werden, danach kommen weibliche Kälber meist in die Milchproduktion und Bullenkälber in Mastbetriebe. Durch die Zucht auf höhere Leistung liefert eine Kuh heutzutage annähernd 8 000 Liter pro Jahr. 1950 lag dieser Wert noch bei etwa
2 000 Litern jährlich. Die hohe Leistung hat jedoch Folgen für die Gesundheit der Tiere, u. a. kommt es vermehrt zu Fruchtbarkeitsstörungen, Erkrankungen des Euters und der Gebärmutter, Lahmheiten und Labmagenverlagerung. Bereits im jugendlichen Alter von vier bis fünf Jahren sind die Tiere völlig ausgezehrt, können die hohe Leistung nicht mehr erbringen und landen auf dem Schlachthof.

„Es ist überfällig, dass Politik wie Verbraucher neue Wege gehen. Nahrungsalternativen gibt es heute genug“, fordert Simons. So prangert der Verband nicht nur an, sondern hat selbst ein Internetportal ins Leben gerufen, wo Rezepte ohne Produkte vom Tier zum Ausprobieren einladen sollen.

Informations- und Rezeptportal: www.culinaria-vegan.de

Kontakt:
Pressestelle ? Stephanie Elsner, Tel.: 05237 ? 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de

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Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.381264″ width=“1″ height=“1″>

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