?Hobor? kommt nach Hause. NABU: Störche reisen früh in den Norden

Bonn

„Hobor“ kommt nach Hause. NABU: Störche reisen früh in den Norden

Berlin – Der Frühling ist in Sicht: Die ersten Weißstörche in Afrika machen sich bereits auf den Heimflug. Einer von ihnen trägt den Namen „Hobor“ und ist Besuchern der NABU-Internetseite schon bestens vertraut. Immerhin konnten sie seinen Weg während der zurückliegenden sechs Monate im Internet verfolgen. Hobor ist einer der drei schleswig-holsteinischen Störche, die der NABU im Sommer vergangenen Jahres mit Satellitensendern ausgestattet hatte. Ziel der Aktion ist es, den Einfluss von klimatischen Bedingungen auf das Zugverhalten des Weißstorchs zu untersuchen. Einen traurigen Rückschlag musste der NABU allerdings schon hinnehmen: Die Störchin Getrud starb im Januar in Tansania. Die Gebeine der Störchin und der Sender, der seit dem 3. Januar keine Positionsveränderungen mehr gemeldet hatte, wurden jetzt gefunden. NABU-Experten stellten fest, dass die Störchin an einer natürlichen Todesursache, vermutlich an einer Krankheit, verstorben war.

Storch Hobor hatte den Winter in der Sahelzone südlich der Sahara verbracht. Ende der vergangenen Woche startete er vom Sudan aus auf seine mehr als 5.000 Kilometer lange Rückreise. „Das ist ein verhältnismäßig früher Zugbeginn“, erklärte NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut im NABU. „Hobor scheint ganz gut durch den Winter gekommen zu sein, sonst würde er noch länger in Afrika bleiben“, vermutet Thomsen. Die Klimadaten seit vergangenem Herbst zeigten den Bergenhusener Wissenschaftlern, dass offenbar ausreichend Regen im Sudan gefallen war, so dass sich die Störche lange im Sahel aufhalten konnten. Das sei nicht in allen Jahren so. Normalerweise starten Weißstörche erst Ende Februar zum Frühjahrszug. „Anfang April rechnen wir mit der Ankunft von Hobor.

Dann werden auch die anderen nach Osten ziehenden Weißstörche frühestens ihre Nester besetzen“, so Thomsen. Ganz anders verhält sich dagegen Weißstorch „Helmut“. Er hat die westliche Zugroute genommen und den Winter in Spanien verbracht. Helmut trennen nicht einmal 2.000 Kilometer von seinem Nest in Schleswig-Holstein. Deshalb kehren Weißstörche, die in Spanien überwintert haben, bereits ab Anfang März zu ihren Nestern zurück. Da seine Partnerin Gertrud gestorben ist, wird sich Helmut in diesem Frühjahr nach einem neuen Weibchen umschauen müssen.

Die Sender werden die Störche übrigens die nächsten Jahre über behalten. Weder beim Fliegen noch bei der Aufzucht der Jungtiere behindert sie dieser „Rucksack“. Die Sender registrieren stündlich die Koordinaten der Störche und senden sie alle drei Tage an einen Satelliten, der die Daten wiederum an eine Bodenstation weiterleitet.

Das Michael-Otto-Institut im NABU kann diese Informationen über das Internet abrufen. Die Aktion ist Teil der Zugvogelkampagne „Born to Travel – Zum Reisen geboren“ des NABU-Dachverbandes BirdLife International und wird durch das Express-Transportunternehmen FedEx Express über die King Baudouin Foundation United States unterstützt.

Für Rückfragen:
Kai-Michael Thomsen, NABU-Storchenexperte,
mobil 0162-9098072.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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„Hobor“ kommt nach Hause. NABU: Störche reisen früh in den Norden

Berlin – Der Frühling ist in Sicht: Die ersten Weißstörche in Afrika machen sich bereits auf den Heimflug. Einer von ihnen trägt den Namen „Hobor“ und ist Besuchern der NABU-Internetseite schon bestens vertraut. Immerhin konnten sie seinen Weg während der zurückliegenden sechs Monate im Internet verfolgen. Hobor ist einer der drei schleswig-holsteinischen Störche, die der NABU im Sommer vergangenen Jahres mit Satellitensendern ausgestattet hatte. Ziel der Aktion ist es, den Einfluss von klimatischen Bedingungen auf das Zugverhalten des Weißstorchs zu untersuchen. Einen traurigen Rückschlag musste der NABU allerdings schon hinnehmen: Die Störchin Getrud starb im Januar in Tansania. Die Gebeine der Störchin und der Sender, der seit dem 3. Januar keine Positionsveränderungen mehr gemeldet hatte, wurden jetzt gefunden. NABU-Experten stellten fest, dass die Störchin an einer natürlichen Todesursache, vermutlich an einer Krankheit, verstorben war.

Storch Hobor hatte den Winter in der Sahelzone südlich der Sahara verbracht. Ende der vergangenen Woche startete er vom Sudan aus auf seine mehr als 5.000 Kilometer lange Rückreise. „Das ist ein verhältnismäßig früher Zugbeginn“, erklärte NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut im NABU. „Hobor scheint ganz gut durch den Winter gekommen zu sein, sonst würde er noch länger in Afrika bleiben“, vermutet Thomsen. Die Klimadaten seit vergangenem Herbst zeigten den Bergenhusener Wissenschaftlern, dass offenbar ausreichend Regen im Sudan gefallen war, so dass sich die Störche lange im Sahel aufhalten konnten. Das sei nicht in allen Jahren so. Normalerweise starten Weißstörche erst Ende Februar zum Frühjahrszug. „Anfang April rechnen wir mit der Ankunft von Hobor.

Dann werden auch die anderen nach Osten ziehenden Weißstörche frühestens ihre Nester besetzen“, so Thomsen. Ganz anders verhält sich dagegen Weißstorch „Helmut“. Er hat die westliche Zugroute genommen und den Winter in Spanien verbracht. Helmut trennen nicht einmal 2.000 Kilometer von seinem Nest in Schleswig-Holstein. Deshalb kehren Weißstörche, die in Spanien überwintert haben, bereits ab Anfang März zu ihren Nestern zurück. Da seine Partnerin Gertrud gestorben ist, wird sich Helmut in diesem Frühjahr nach einem neuen Weibchen umschauen müssen.

Die Sender werden die Störche übrigens die nächsten Jahre über behalten. Weder beim Fliegen noch bei der Aufzucht der Jungtiere behindert sie dieser „Rucksack“. Die Sender registrieren stündlich die Koordinaten der Störche und senden sie alle drei Tage an einen Satelliten, der die Daten wiederum an eine Bodenstation weiterleitet.

Das Michael-Otto-Institut im NABU kann diese Informationen über das Internet abrufen. Die Aktion ist Teil der Zugvogelkampagne „Born to Travel – Zum Reisen geboren“ des NABU-Dachverbandes BirdLife International und wird durch das Express-Transportunternehmen FedEx Express über die King Baudouin Foundation United States unterstützt.

Für Rückfragen:
Kai-Michael Thomsen, NABU-Storchenexperte,
mobil 0162-9098072.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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