Oberrhein erhält Ramsar-Urkunde in Südkorea Auszeichnung für grenzüberschreitende Naturlandschaft

Berlin

Oberrhein erhält Ramsar-Urkunde in Südkorea Auszeichnung für grenzüberschreitende Naturlandschaft

Der Oberrhein erhält heute offiziell das Prädikat „Transboundary Ramsar Site“ und steht künftig als grenzüberschreitendes Feuchtgebiet internationaler Bedeutung auf der Ramsar-Liste. Im Rahmen der 10. Ramsar-Vertragsstaaten¬konferenz, die vom 28. Oktober bis zum 4. November in Changwon, Südkorea stattfindet, werden heute die Urkunden überreicht.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte: „Ich bin sehr stolz, dass wir auf der in-ternationalen Konferenz in Südkorea mit dem Oberrhein gemeinsam mit Frankreich zeigen können, dass wir unsere nationale und internationale Verantwortung für den Naturschutz sehr ernst nehmen„. “Mit der Anerkennung als Ramsar-Gebiets bekommt der Oberrhein ein lange verdientes Prädikat als hervorragende Naturlandschaft im Herzen Mitteleuropas, das gerade auch im Rahmen einer nachhaltigen Tourismusentwicklung gute Dienste leisten kann. Das grenzüberschreitende Ramsar-Gebiet ist auch ein weltweit sichtbares Zeichen für ein geeintes und friedliches Europa“, ergänzte der baden-württembergische Naturschutzminister Peter Hauk.

„Die baden-württembergischen und elsässischen Kolleginnen und Kollegen haben über Jahre hinweg intensiv für das grenzüberschreitende Ramsar-Gebiet gearbeitet. Alle Ebenen haben ge-meinsam einen tollen Erfolg erzielt“, so Minister Gabriel weiter. Bereits 1992 hatte der deutsch-französische Umweltrat den Anstoß für ein gemeinsames Ramsar-Gebiet gegeben.

Das Ramsar-Gebiet „Rhin supérieur – Oberrhein“ erstreckt sich über ca. 22.400 Hektar auf fran-zösischer sowie ca. 25.100 Hektar auf deutscher Seite. Esumfasst 17 FFH-Lebensraumtypen, ist Brutgebiet für 32 Vogelarten und bietet Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten wie Gelbbauchunke, Wimperfledermaus oder Frauenschuh. Die gemeinsame Benennung als „Transboundary Ramsar Site“ ist etwas Besonderes: Bisher gibt es weltweit nur neun Gebiete, die offiziell grenzüberschreitend benannt wurden und ein gemeinsames Feuchtgebietsmanagement erhalten.

Baden-Württemberg und das Elsaß werden beim kommenden Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar 2009 in Karlsruhe das Ramsar-Gebiet im Rahmen einer Festveranstaltung der Öf-fentlichkeit vorstellen. Geplant sind weitere gemeinsame Aktionen, die den grenzüberschreiten-den Charakter dieses wertvollen Naturraums betonen und für die Menschen vor Ort und die Besucher erlebbar machen sollen.

Die Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung wurde 1971 in der Stadt Ramsar im Iran gezeichnet (daher der Kurzname „Ramsar-Konvention“). Das älteste globa-le Naturschutzabkommen hat zum jetzigen Zeitpunkt 158 Mitgliedsstaaten mit 1812 gemeldeten Gebieten auf über 165 Millionen Hektar. Deutschland trat dem Abkommen 1976 bei und hat mit dem Oberrhein bislang 35 Ramsar-Gebiete gemeldet.

Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich) Tobias Dünow, Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
Tel.: 030 / 18 305-2010. Fax: 030 / 18 305-2016
E-Mail: presse@bmu.bund.de – Internet: http://www.bmu.de/presse

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Oberrhein erhält Ramsar-Urkunde in Südkorea Auszeichnung für grenzüberschreitende Naturlandschaft

Der Oberrhein erhält heute offiziell das Prädikat „Transboundary Ramsar Site“ und steht künftig als grenzüberschreitendes Feuchtgebiet internationaler Bedeutung auf der Ramsar-Liste. Im Rahmen der 10. Ramsar-Vertragsstaaten¬konferenz, die vom 28. Oktober bis zum 4. November in Changwon, Südkorea stattfindet, werden heute die Urkunden überreicht.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte: „Ich bin sehr stolz, dass wir auf der in-ternationalen Konferenz in Südkorea mit dem Oberrhein gemeinsam mit Frankreich zeigen können, dass wir unsere nationale und internationale Verantwortung für den Naturschutz sehr ernst nehmen„. “Mit der Anerkennung als Ramsar-Gebiets bekommt der Oberrhein ein lange verdientes Prädikat als hervorragende Naturlandschaft im Herzen Mitteleuropas, das gerade auch im Rahmen einer nachhaltigen Tourismusentwicklung gute Dienste leisten kann. Das grenzüberschreitende Ramsar-Gebiet ist auch ein weltweit sichtbares Zeichen für ein geeintes und friedliches Europa“, ergänzte der baden-württembergische Naturschutzminister Peter Hauk.

„Die baden-württembergischen und elsässischen Kolleginnen und Kollegen haben über Jahre hinweg intensiv für das grenzüberschreitende Ramsar-Gebiet gearbeitet. Alle Ebenen haben ge-meinsam einen tollen Erfolg erzielt“, so Minister Gabriel weiter. Bereits 1992 hatte der deutsch-französische Umweltrat den Anstoß für ein gemeinsames Ramsar-Gebiet gegeben.

Das Ramsar-Gebiet „Rhin supérieur – Oberrhein“ erstreckt sich über ca. 22.400 Hektar auf fran-zösischer sowie ca. 25.100 Hektar auf deutscher Seite. Esumfasst 17 FFH-Lebensraumtypen, ist Brutgebiet für 32 Vogelarten und bietet Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten wie Gelbbauchunke, Wimperfledermaus oder Frauenschuh. Die gemeinsame Benennung als „Transboundary Ramsar Site“ ist etwas Besonderes: Bisher gibt es weltweit nur neun Gebiete, die offiziell grenzüberschreitend benannt wurden und ein gemeinsames Feuchtgebietsmanagement erhalten.

Baden-Württemberg und das Elsaß werden beim kommenden Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar 2009 in Karlsruhe das Ramsar-Gebiet im Rahmen einer Festveranstaltung der Öf-fentlichkeit vorstellen. Geplant sind weitere gemeinsame Aktionen, die den grenzüberschreiten-den Charakter dieses wertvollen Naturraums betonen und für die Menschen vor Ort und die Besucher erlebbar machen sollen.

Die Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung wurde 1971 in der Stadt Ramsar im Iran gezeichnet (daher der Kurzname „Ramsar-Konvention“). Das älteste globa-le Naturschutzabkommen hat zum jetzigen Zeitpunkt 158 Mitgliedsstaaten mit 1812 gemeldeten Gebieten auf über 165 Millionen Hektar. Deutschland trat dem Abkommen 1976 bei und hat mit dem Oberrhein bislang 35 Ramsar-Gebiete gemeldet.

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