Wassermangel schafft Konflikte

Berlin

Wassermangel schafft Konflikte

Anlaesslich des 16. Weltwassertages, der am 22. Maerz begangen wird, erklaert die stellvertretende entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Groneberg:

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Doch weltweit sind es ueber 1,1 Milliarden Menschen, die ohne Zugang zu sauberem Wasser leben muessen, mehr als doppelt so vielen Menschen stehen keine sanitaeren Anlagen zur Verfuegung – die Folgen sind verheerend und weitreichend. Wasserknappheit fuehrt beispielsweise zu Epidemien, Geschlechterungerechtigkeit und zur Zerstoerung von Oekosystemen.

Am kommenden Sonntag, dem 16. Weltwassertag, sollten auch wir uns, zuhause im Wasserparadies Deutschland, klar machen: Wasser ist ein ueberlebenswichtiges Gut, aber Wasser ist auch knapp auf der Welt, zu knapp. Gute Versorgung ist keineswegs ueberall Alltag.

„Gemeinsames Wasser – gemeinsame Chancen“ – unter diesem Motto steht der diesjaehrige Weltwassertag der Vereinten Nationen. Er will auf drohende Konflikte um die knappe Ressource in Grenzgebieten aufmerksam machen. Immerhin leben 40 Prozent der Weltbevoelkerung in Flussgebieten mit einer Grenzproblematik. Diese Konflikte um die Ressource Wasser entstehen nicht nur zwischen Staaten sondern auch innerstaatlich, zwischen Regionen, zwischen privaten Haushalten oder auch zwischen wirtschaftlichen Interessensgruppen, wie Tourismus und Industrie.

Bislang gab es nur wenige Kriege, die ausschliesslich um Wasser gefuehrt wurden. Jedoch wurden und werden viele Konflikte durch Auseinandersetzungen um die kostbare Ressource verschaerft.

Die Wasserproblematik spielt sehr aktuell, im eskalierten Konflikt zwischen Israelis und Palaestinensern eine essenzielle Rolle: Die Region zwischen Mittelmeer und Jordan ist schon seit jeher durch Wasserknappheit und Niederschlagsarmut gezeichnet. Die im Gaza-Streifen lebende Bevoelkerung hat nur alle sieben Tage Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dieser Versorgungsengpass schuert weitere Aggressionen und heizt den Konflikt weiter an.

Im Umkehrschluss muessen wir auch erkennen, dass durch die Entschaerfung der Wasserproblematik, durch Investitionen in den Wassersektor, weltweit zur Loesung von Konflikten beigetragen und Frieden geschaffen werden kann – das ist unsere gemeinsame Chance.

Vor allem Deutschland, als zweitgroesster bilateraler Geber im Wassersektor weltweit, mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Euro jaehrlich, ist mit dieser Herausforderung konfrontiert. Erschwert durch den unaufhaltsamen Klimawandel muessen zur Erreichung des Millenniums-Entwicklungsziels, die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitaeren Anlagen haben zu halbieren, neue Loesungsansaetze gefunden werden. Ein systematischer Ansatz und eine ganzheitliche Sicht auf das komplexe Thema Wasser sind von Noeten, um den zukuenftigen Schwierigkeiten zu begegnen.

© 2009 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de

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Wassermangel schafft Konflikte

Anlaesslich des 16. Weltwassertages, der am 22. Maerz begangen wird, erklaert die stellvertretende entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Groneberg:

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Doch weltweit sind es ueber 1,1 Milliarden Menschen, die ohne Zugang zu sauberem Wasser leben muessen, mehr als doppelt so vielen Menschen stehen keine sanitaeren Anlagen zur Verfuegung – die Folgen sind verheerend und weitreichend. Wasserknappheit fuehrt beispielsweise zu Epidemien, Geschlechterungerechtigkeit und zur Zerstoerung von Oekosystemen.

Am kommenden Sonntag, dem 16. Weltwassertag, sollten auch wir uns, zuhause im Wasserparadies Deutschland, klar machen: Wasser ist ein ueberlebenswichtiges Gut, aber Wasser ist auch knapp auf der Welt, zu knapp. Gute Versorgung ist keineswegs ueberall Alltag.

„Gemeinsames Wasser – gemeinsame Chancen“ – unter diesem Motto steht der diesjaehrige Weltwassertag der Vereinten Nationen. Er will auf drohende Konflikte um die knappe Ressource in Grenzgebieten aufmerksam machen. Immerhin leben 40 Prozent der Weltbevoelkerung in Flussgebieten mit einer Grenzproblematik. Diese Konflikte um die Ressource Wasser entstehen nicht nur zwischen Staaten sondern auch innerstaatlich, zwischen Regionen, zwischen privaten Haushalten oder auch zwischen wirtschaftlichen Interessensgruppen, wie Tourismus und Industrie.

Bislang gab es nur wenige Kriege, die ausschliesslich um Wasser gefuehrt wurden. Jedoch wurden und werden viele Konflikte durch Auseinandersetzungen um die kostbare Ressource verschaerft.

Die Wasserproblematik spielt sehr aktuell, im eskalierten Konflikt zwischen Israelis und Palaestinensern eine essenzielle Rolle: Die Region zwischen Mittelmeer und Jordan ist schon seit jeher durch Wasserknappheit und Niederschlagsarmut gezeichnet. Die im Gaza-Streifen lebende Bevoelkerung hat nur alle sieben Tage Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dieser Versorgungsengpass schuert weitere Aggressionen und heizt den Konflikt weiter an.

Im Umkehrschluss muessen wir auch erkennen, dass durch die Entschaerfung der Wasserproblematik, durch Investitionen in den Wassersektor, weltweit zur Loesung von Konflikten beigetragen und Frieden geschaffen werden kann – das ist unsere gemeinsame Chance.

Vor allem Deutschland, als zweitgroesster bilateraler Geber im Wassersektor weltweit, mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Euro jaehrlich, ist mit dieser Herausforderung konfrontiert. Erschwert durch den unaufhaltsamen Klimawandel muessen zur Erreichung des Millenniums-Entwicklungsziels, die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitaeren Anlagen haben zu halbieren, neue Loesungsansaetze gefunden werden. Ein systematischer Ansatz und eine ganzheitliche Sicht auf das komplexe Thema Wasser sind von Noeten, um den zukuenftigen Schwierigkeiten zu begegnen.

© 2009 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de

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